Date with the night

Ich liebe es bei Nacht durch die Stadt spazieren zu gehen. Es ist ruhig, die Straßenbeleuchtung und der Mond erhellen die Dunkelheit und irgendwie erscheint die Luft auch ganz anders. Für mich hat die Nacht immer etwas mystisches. Und gefährliches. Ich würde gerne einfach abends aus die Haustür huschen, vielleicht die Köpfhörer aufsetzen und losgehen, einfach nur ein bisschen die Welt um sich herum mit anderen Augen sehen und nachdenken. Mal die passende Musik dazu anmachen und manchmal einfach nur der vermeintlichen Stille der Nacht lauschen und in seinen Gedanken schweifen.DSC_0182 (2)DSC_0177 (2)

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Obwohl ich ihre Schönheit bewundere, habe ich dennoch Angst. Vielleicht weil ich manchmal sowieso etwas ängstlich bin, aber vielleicht auch, weil es auch als Frau noch irgendwie anders ist, alleine nachts durch die Stadt zu wandern. Eigentlich fühle ich mich schon in den Hauptstraßen sehr sicher, aber man weiß ja dann doch nicht, wer einem begegnet und wie seine emotionale Lage zu dem Zeitpunkt ist.

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Ich genieße meist immer die Zeit nach dem Besuch bei Freunden, wenn ich nach Hause laufe oder Fahrrad fahre. Allein oder mit anderen Freunden, die einen auf den Weg ein Stück begleiten. Kaum Autos, kaum Menschen und so viel Ruhe, wie es sonst kaum in der Stadt möglich erscheint. Die Welt in der Nacht hat eine ganze eigene und besondere Atmosphäre, die für mich auch eine poetische Nuance mit sich zieht. Der Weg nach Hause kommt einem viel schneller und manchmal auch schöner vor, als am Tag. Man hat die Freiheit auf der Straße zu laufen oder sich im Eifer auf sie zu setzen bis dann doch einmal ein Auto kommt. Und irgendwie verbinde ich dieses Gefühl auch mit Freiheit. Mir wird dann auch wieder bewusst, wie schön alles ist und sein kann. Und vor allem wie friedlich. Ich empfinde auch ein wenig Hemmungslosigkeit, manchmal singe ich auch einfach vor mich hin. Tagsüber würde ich das nie machen, nachts erscheint vieles weitaus möglicher.

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Oft bin ich am Abend oder in der Nacht produktiver als am Tag. Die Gedanken sind freier und strömen nur so aus einem heraus. Auch gerade schreibe ich schon zu später Stunde. Und ich liebe es den Mond, besonders den Vollmond, von meinem Bett aus zu betrachten. Er erhellt mein gesamtes Zimmer und taucht es in weißes Licht ein. Es stimmt mich melancholisch, aber auch irgendwie glücklich und überwältigend. Ehrlich gesagt, ich weiß nicht so recht, wie ich es beschreiben soll. Ich würde mich aber schon sehr als mondsüchtig bezeichnen, falls es diesen Zustand überhaupt gibt. Vielleicht passt die Nacht auch einfach viel besser zu mir und meinem Gemüt als der Tag.

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Outfitinformation:

Ohrringe: Vintage (Marke nicht mehr bekannt)

Jacke: H&M, aber beim Kiloladen gekauft

Tasche: Topshop (auch schon einige Jahre alt)

Kleid: Vila, Secondhand

Doppelring: Weekday

Schuhe: H&MDSC_0203

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6 Gedanken zu “Date with the night

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